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Jedes Jahr erreichen uns neue Meldungen über Menschen, welche bei einem Brand ums Leben gekommen sind oder über die hohen materiellen und immateriellen Schäden. Ca. 70% der Opfer werden im Schlaf überrascht und sind dem Brand häufig schutzlos ausgeliefert. Dabei kommen fast alle Brandopfer nicht durch das Feuer, sondern durch den Rauch und die damit verbundenen Brandgase ums Leben.

Dass Rauchmelder Leben retten können ist unumstritten und auch statistisch belegt. Denn in einigen Ländern ist die Zahl der Opfer mit Einführung der Rauchmelderpflicht um fast die Hälfte gesunken. Bei uns in Deutschland ist in manchen Bundesländern sogar ein Rückgang von 80% zu verzeichnen. Diese Zahlen sprechen eindeutig für sich!

Rauchmelder können Leben retten – und deshalb gilt zu Recht für private Wohnräume mittlerweile eine bundesweite Rauchmelderpflicht.

 

Doch was schreibt diese Pflicht genau vor und was muss ich beachten?

Zunächst einmal ist diese Pflicht in den Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer definiert und festgelegt. Sie schreibt hier genau vor, in welchen Räumen Rauchmelder installiert werden müssen, also ein sogenannter Mindestschutz. Dabei gilt für alle Bundesländer, das in Räumen, wie Schlafzimmer, Kinderzimmer und in Fluren, welche als Fluchtwege aus einem Aufenthaltsraum dienen, Rauchmelder zu installieren sind. Je nach Bundesland gibt es weitere Auflagen, die beachtet werden müssen. So sind z.B. in Berlin und Brandenburg auch Wohnzimmer verpflichtend auszustatten.

Jedoch ist das oberstes Gebot, beim Anbringen der Rauchmelder auf den Mindestschutz zu achten. Also sollte man vor dem Kauf daran denken die genaue Anzahl der benötigen Melder zu ermitteln.

 

 

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

Heutzutage erhält man Rauchmelder in Elektrofachgeschäften oder Baumärkten. Aber auch online kommt man relativ günstig an Rauchmelder. Beim Kauf sollte man sich aber nicht nur von günstigen Preisen treiben lassen. Als Orientierungshilfe sollte man auf das “Q”-Siegel achten, denn dies steht für qualitativ hochwertige und geprüfte Rauchmelder. Doch nichts ersetzt eine umfassende und zuverlässige Beratung. Diese kann nur eine ausgebildete Elektrofachkraft gewährleisten, wodurch man sich auf der absolut sicheren Seite befindet.

 

Worauf ist bei der Installation von Rauchmelder zu achten?

Fakt ist, Brandrauch steigt stets nach oben. Deshalb muss der Rauchmelder immer möglichst mittig und in waagerechter Position an Zimmerdecken und Dachschrägen angebracht werden. Dabei sollte man einen 50 cm großen Abstand zu Wänden und Balken einhalten. Dieser Abstand gilt auch zu Lampen, aufgrund der elektromagnetischen Felder.

Ist der Rauchmelder dann montiert muss seine Betriebsbereitschaft getestet werden, indem man den integrierten Testknopf drückt. Ist der Rauchmelder aktiv ertönt ein Signalton (Piepton). Manche Modelle haben zusätzlich auch eine LED-Anzeige, die durch Drücken des Knopfes schneller blinkt oder durchgehend leuchtet. Genaue Angaben zur Inbetriebnahme der Melder findet man immer in der Betriebsanleitung des Herstellers.

Bei der Installation in der Küche ist zudem auf einen besonderen Schutz zu achten. Man sollte hier den Fehler vermeiden und keine gewöhnlichen Rauchmelder installieren, in denen starker Dampf oder Staub entsteht. Denn gerade in Küche und Bad können durch die herrschenden Bedingungen Fehlalarme ausgelöst werden. Eine spezielle Lösung für die Küche wäre hier ein sogenannter Wärmemelder. Einziges Manko, sie erkennen Küchenbrände meist erst ab einer Raumtemperatur von 60°C Raumtemperatur und unterscheiden sich daher durch die Messtechnik von herkömmlichen Rauchmeldern.

Bei der Anbringung sollte man zudem darauf achten, dass die Melder nie durch Schränke oder andere Möbel verdeckt werden oder gar der Zugluft ausgesetzt sind. Dies führt nämlich zur Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit.

Auch übermalen oder abkleben der Rauchmelder z.B. bei Renovierungsarbeiten ist zu vermeiden, da ansonsten nicht mehr genug Rauch durch die Lüftungsschlitze kommt und das Gerät nicht sicher funktioniert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, Rauchmelder anbringen ist keine Raketenwissenschaft. Man kann sich stets an die Herstellerangaben halten und die Melder sollten auch immer so installiert werden, wie angegeben. Also am besten mittig und waagerecht an der Zimmerdecke mit entsprechendem Abstand befestigen. Das wichtigste ist jedoch, dass die Rauchmelder alle 12 Monate auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüft und nach spätestens zehn Jahren austauscht werden. Wir empfehlen dabei den Einsatz von Meldern, welche für den Langzeiteinsatz besonders geeignet sind. Solche Qualitätsrauchmelder erkennt man wie schon erwähnt an dem „Q“ – einem unabhängigen Qualitätszeichen.